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24 Sept 2013

Vreth from Finntroll and Mikael Stanne from Dark Tranquility

Date: Winter 2009
Originally posted by Nuclear Blast
Author: Marcus Zemke


Zwei Stühle, eine Meinung

Mit »We Are The Void« (DARK TRANQUILLITY) und »Nifelvind« (FINNTROLL) haben zwei Speerspitzen des skandinavischen Extrem-Metals neue Meisterwerke veröffentlicht. Auf den ersten Blick gibt es zwischen diesen beiden Bands kaum Überschneidungen. Zu unterschiedlich sind die Lebensläufe, das Alter und die Musik. Im Gespräch mit Mikael Stanne und Mathias "Vreth" Lillmåns stellt sich aber heraus, dass die beiden Frontmänner mehr als nur der Oberbegriff Heavy Metal verbindet.

Es ist ein interessantes Experiment, das da im winterlichen Helsinki stattfindet. Mikael Stanne von DARK TRANQUILLITY und Mathias "Vreth" Lillmåns von FINNTROLL sitzen sich für ein Doppelinterview gegenüber. Auf der einen Seite der sympathisch offene Schwede, der schneller als ein Maschinengewehr spricht. Und auf der anderen der etwas verschlossenere Finne, der nicht minder freundlich ist, seine Worte allerdings bedächtig abwägt und lieber gar nichts als zu viel verrät. Beide Sänger verbindet, dass ihre Bands Anfang 2010 mit neuen Alben um die Ecke kommen, die einige Überraschungen zu bieten haben. Beginnen wir mit FINNTROLL, die mit »Nifelvind« ihren mit Abstand vielfältigsten Silberling abgeliefert haben. Von Black Metal über Folk bis hin zu balladesken Tönen und poppigen Melodien gibt es viel zu entdecken. "Das stimmt, auf der Scheibe sind alle Elemente zu finden, die FINNTROLL jemals ausgemacht haben", meint Vreth. "Wir haben im Vorfeld viele Demos produziert, um uns sicher zu sein, in welche Richtung das Album geht. Im Studio überkam uns dann noch mal so eine richtige Welle von Experimentierlust. Wir spielten mit Orchestrierungen und diversen Instrumenten herum und trieben alles auf die Spitze." Ähnliche Erfahrungen machte auch Mikael Stanne mit seinen Jungs, die sich zwar nicht ganz so weit aus dem Fenster lehnten wie die finnischen Kollegen, aber auch einige vermeintlich neue Elemente einbauten. "Mit »We Are The Void« wollten wir einen Mittelweg zwischen unserem gewohnten Sound und einigen Abenteuern finden. Ich denke, das ist uns gelungen. Vor allem das gothische Element, das wir bisher nur touchiert hatten, kommt bei zwei Stücken (gemeint sind 'Her Silent Language' und 'Iridium' ? Anm.d.A.) deutlicher heraus. Wobei ich sagen muss, dass 'Iridium' in Ansätzen bereits 1996 geschrieben wurde. Bisher hatte uns nur der Mut gefehlt, es auszuarbeiten und auf ein Album zu packen. Dieses Mal schien es zu passen. Es macht viel Spaß, die eigenen Grenzen zu verschieben. So bleibt es auch für uns spannend." 

Tod und Teufel im Detail

Besagte eigene Grenzen hat Mikael auch in Sachen Texte verschoben. Denn das gesamte Album beschäftigt sich mit dem Thema Tod. "Insgesamt sind die Texte wahrscheinlich die ernstesten, die ich je geschrieben habe. Als wir in jungen Jahren die Band gründeten, schworen wir uns, niemals über den Tod zu singen. Denn das macht ja jede Death Metal-Band", lacht der Rotschopf. "Aber mittlerweile sind wir alle älter geworden, und ich fühlte mich reif genug, um mich damit auseinander zu setzen. Es geht auch nicht um die klischeehafte Seite des Todes, sondern vielmehr um das menschliche Dasein und seine Folgen. Wir alle leben mit seltsamen Vorstellungen im Kopf. Manche versuchen, ihrem Schicksal zu entkommen, andere geben sich ihm kampflos hin oder betäuben sich, um der Realität zu entkommen. Einzig die Tatsache, dass für alle am Ende der Tod wartet, ist gleich." Im direkten Vergleich dazu wirken die Texte von FINNTROLL fiktiver, was auch dem Image der Band geschuldet sein mag. Trotzdem will Vreth das nicht so stehen lassen. "»Nifelvind« handelt zwar von uralten finnischen Mythen, die seit vielen Generationen weitergegeben werden. Aber wie wir alle wissen, wiederholt sich Geschichte. Bei vielen Sagen, die wir ausgraben, stellen wir fest, dass sie zwar tausend Jahre alt sein mögen. Aber das Ganze hätte ebenso gut heute passiert sein können." Im Gegensatz zu den Kollegen aus Schweden haben sich FINNTROLL dieses Mal nicht an ein Konzept gewagt. "Nachdem »Ur Jordens Djup« ein solches zugrunde lag, wollten wir dieses Mal wieder etwas freier agieren. Der Unterschied macht sich schon beim Cover bemerkbar, das wesentlich simpler gestaltet ist. Uns sind die optischen Elemente sehr wichtig, sie müssen perfekt zur Musik passen." Was in diesem Fall gelungen ist. Gitarrist Samuli "Skrymer" Ponsimaa hat einmal mehr ganze Arbeit geleistet.

Heiß und kalt

Eine weitere Übereinstimmung zwischen FINNTROLL und DARK TRANQUILLITY ist ihre Reisefreudigkeit. Dabei werden allerdings nicht nur die üblichen Haltestellen in den USA und Europa abgeklappert. Mikael Stanne und Co. spielten vor einigen Wochen zum Beispiel in Tunesien. "Es war ein unglaubliches Erlebnis. Wir waren erst die vierte oder fünfte Metal-Band, die überhaupt in diesem Land spielen durfte. Vor dem Konzert gaben wir ein Radiointerview und fragten, ob man in Tunesien überhaupt unsere Alben kaufen könne. Der Moderator meinte glücklich, dass das überhaupt nicht nötig sei, weil sie umsonst im Internet stehen würden. Na großartig, haha. Aber das Konzert übertraf alle unsere Erwartungen. Als wir am Club eintrafen standen da 200 Polizisten. Wir fragten, wofür die denn da seien. Für das Publikum, war die Antwort. Wir überlegten noch, warum 200 Bullen für vielleicht 200 Fans eingesetzt werden, da standen wir plötzlich über 4000 Freaks gegenüber. Gut, dass wir in letzter Minute noch unser Merchandise eingepackt hatten. Das wollten wir ursprünglich nämlich zu Hause lassen. Der ganze Trip war ein Sprung ins kalte Wasser, aber er hat sich gelohnt." "Bei uns steht etwas ähnliches an", schaltet sich Vreth ein. "Demnächst spielen wir in Israel und haben ebenfalls keine Ahnung, was uns erwartet. Der Gig ist eine echte Wildcard. Wir sollten vor Jahren schon mal dort auftreten, aber das ging aus irgendwelchen Gründen daneben. Wir bekommen viele Mails aus diesem Land, es scheint eine richtige Fanbasis zu geben." Und das obwohl Israel in einem völlig anderen Kulturkreis liegt, und die Menschen nicht so einfach Zugang zu den Mythen und Sagen Finnlands finden dürften. "Das habe ich mir auch schon überlegt. Finnland liegt wirklich 'ne Ecke weg von Israel, haha. Aber es scheint zu funktionieren." Gleiches gilt für die USA, die FINNTROLL nach dem Paganfest in Europa (Vreth: "Ich freue mich schon auf meine Freunde von ELUVEITIE.") gemeinsam mit ihren Landsleuten von MOONSORROW, SWALLOW THE SUN und SURVIVORS ZERO bereisen werden. "Es ist das erste Mal, dass so ein rein finnisches Package durch die Vereinigten Staaten reist. Das wird großartig! Denn in den USA geht es im Publikum immer sehr heftig zur Sache. Es gibt mehr Moshpits und Crowdsurfer. Die Europäer scheinen hingegen lieber mit zu singen." Interkulturelle Vergleiche kann auch Mikael Stanne anstellen. Allerdings mit einer anderen Gewichtung. "Wir spielten kürzlich zwei Gigs in Russland und einen in Weißrussland. Man mag es kaum glauben, aber ich habe mir fast meinen skandinavischen Arsch abgefroren. Nur der viele Wodka rettete mich vor dem Kältetod, haha." 

Gute Kinderstube 

Der Schritt von der weiten Welt zurück zu den Wurzeln ist groß. In diesem Fall allerdings nötig, wenn man auf der Suche nach Parallelen ist. Stanne, Jahrgang 1974, wühlt tief in seinem Gedächtnis. Es geht um die Frage, wann er mit dem Singen begonnen hat. "Das muss irgendwann in meiner Kindheit gewesen sein. Meine Eltern hatten Platten von Tom Jones, Bonnie Tyler und Rod Stewart, da sang ich immer mit. Als Schüler wechselte ich dann zur Gitarre, sang allerdings nebenbei im Schulchor. Die Gitarre legte ich irgendwann wieder bei Seite, weil ich kein großes Talent dafür habe. Aber dem Gesang blieb ich immer treu. Ich habe übrigens niemals einen professionellen Lehrer gehabt, auch wenn das sicher besser gewesen wäre. Aber ich habe bis heute Schiss, dass ein Profi viele Tipps für mich hätte und sich dadurch mein Stil komplett verändern würde." Vreth, der 1982 aus seiner Mutter schlüpfte, nickt zustimmend. "Bei mir ist es nicht viel anders. Ich habe als Kind meine Leidenschaft entdeckt, spielte dann in diversen Schul- und Hobby-Bands. Das erste Mal vor Publikum sang ich jedoch aus einem anderen Grund. Ich war in einer Band mit der traditionellen Besetzung Schlagzeug, Gitarre und Bass. Ich spielte Bass und war als einziger in der Lage, mein Instrument zu bedienen und gleichzeitig etwas ins Mikro zu brüllen. Also wurde ich offiziell Sänger", lacht der Finne. "Einzelstunden habe ich auch nie genossen, aber im Rahmen meines Musikstudiums habe ich einiges über die Theorie gelernt. Auch wenn mir das bei FINNTROLL nur am Rande hilft." Auffällig ist, dass beide Protagonisten scheinbar problemlos zwischen klarem Gesang, Growls und hohen Schreien wechseln können. Ganz ohne Technik kann das doch nicht funktionieren, oder? "Nein", stimmt Vreth zu, "ganz ohne sicher nicht. Aber da hat jeder so seine eigenen Rezepte. Ich weiß zum Beispiel selbst, dass meine Technik beim klaren Singen äußerst mangelhaft ist. Deshalb baue ich es nicht so oft ein. Am leichtesten fallen mir interessanterweise die hohen Schreie. Viele Sänger haben gerade davon den größten Respekt. Mir fällt es leicht, weil ich in den Neunzigern in einigen Black Metal-Bands der alten Schule gesungen habe." Mikael kann sich ein Grinsen nicht verkneifen. "Witzig, mir liegen die hohen Schreie auch am ehesten. Und das ohne den Black Metal-Hintergrund. Das Growlen fällt mir am schwersten, weil man sich damit schnell die Stimme ruinieren kann, wenn man es nicht richtig anpackt. Aber darauf nehme ich keine Rücksicht. Ich schaue mir immer an, was der jeweilige Song meiner Meinung nach benötigt und setze dementsprechend meine Stimme ein." 

Die lieben Kollegen 

Ein weiterer wichtiger Job des Sängers ist das Verfassen der Texte. Zumindest ist das bei den meisten Combos so. In unserem Fall teilen sich die Frontmänner diese Aufgabe. "Unser Gitarrist Niklas Sundin hat zu Beginn alle Texte bei DARK TRANQUILLITY geschrieben. Mittlerweile teilen wir uns die Arbeit, wobei ich den Großteil erledige. Wenn er etwas schreibt, das ich nicht verstehe, frage ich ihn. Schließlich muss ich es ja singen. Aber da gab es bei uns noch nie Probleme. Wir sind zusammen aufgewachsen und arbeiten seit dem ersten Tag so", erläutert Stanne. "Bei uns sieht das etwas anders aus", meint Vreth. "Katla (Jan "Katla" Jämsen stand bei FINNTROLL bis 2001 hinter dem Mikro, musste aufgrund von Stimmbandproblemen aber in den Hintergrund treten ? Anm.d.A.) hat die meisten Ideen und verfasst dementsprechend die meisten Text. Ich arbeite nur mit. Meine Stärke ist eher das Arrangieren von Song. Großartige Diskussionen gibt es dadurch aber nicht. Schließlich handeln die Texte bei FINNTROLL nicht von religiösen oder politischen Dingen, deshalb singe ich seine Sachen sehr gerne." Und zwar auf Schwedisch, denn Mathias "Vreth" Lillmåns gehört zur schwedischsprachigen Minderheit im Land von Janne Ahonen. "Ich bin in Finnland geboren, spreche beide Sprachen. Ich habe zwar ein paar Verwandte in Schweden, aber ich fühle mich absolut als Finne." Trotzdem sei die Frage nach der besten schwedischen Band aller Zeiten erlaubt. "OPETH", kommt es gleichzeitig wie aus zwei Pistolen geschossen. Mikael beginnt mit seiner Begründung. "Ich kenne Mikael Åkerfeldt schon seit meiner Jugend und beobachte diese großartige Band seit ihrer Gründung. Sie sind einzigartig." Vreth kann dem nur zustimmen. "Mikael beherrscht sowohl das Growlen als auch den klaren Gesang so perfekt wie niemand sonst. Daneben bewundere ich noch Adam "Nergal" Darski von BEHEMOTH, weil er ebenfalls eine einzigartige Technik beim Singen anwendet. Die beiden letzten Alben haben mich weggeblasen. Zu meinen absoluten Favoriten gehört zudem Daniel "Mortuus" Rostèn von MARDUK, weil ich im Extrem-Bereich niemanden kenne, der seine Stimme so kreativ einsetzt." Stanne fallen hingegen ein paar andere Könner ihres Fachs ein. "Wenn es um die traditionelle Metal-Stimme geht, dann würde ich Jorn Lande (unter anderem MASTERPLAN, JORN ? Anm.d.A.) nennen. Typischer geht es einfach nicht. Im extremen Bereich liebe ich Mille Petrozza von KREATOR und Peter Dolving von THE HAUNTED. Außerhalb des Metal-Genres stehe ich total auf den leider früh verstorbenen Folk-Sänger Jeff Buckley. Bei seiner Musik kann ich am besten entspannen."

Was nicht passt ... 

Auch wenn beide Musiker viel in der Weltgeschichte herumreisen und auf unzähligen Festivals gespielt haben, sind sie sich vor diesem Interview noch nie persönlich begegnet. Nach dem rund einstündigen Gespräch haben sie abschließend nur Nettigkeiten über ihren Counterpart zu sagen. Vreth macht den Anfang. "Ich saß erst kürzlich bei einem Kumpel und habe mir DARK TRANQUILLITYs neue DVD »Where Death Is Most Alive« reingezogen. Ein komplettes Meisterwerk. Ich stehe echt auf eure Musik, auf diesen Göteborg-Sound." Das nimmt Mikael Stanne gerne zur Kenntnis, möchte aber noch etwas voran schicken. "Früher hat mich dieses Etikett Göteborg tierisch gestört, weil wir aus meiner Sicht völlig anders klingen als AT THE GATES oder IN FLAMES. Und mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da. Mittlerweile sehe ich es aber eher als Auszeichnung. Ich meine, aus diesem kleinen schwedischen Kaff (mit weit über 800.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes ? Anm.d.A.) sind besonders in den Neunzigern viele großartige Bands gekommen. Für mich besteht die Übereinstimmung nicht im Sound, sondern in der Qualität der Musik. Wir haben alle gemeinsam einen sehr hohen Standard eingeführt. Göteborg ist heute so etwas wie ein Stempel, der ein gewisses Niveau garantiert. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die mentale Haltung, die wir zur Musik im Allgemeinen haben." Nach diesem kleinen Exkurs in die Welt der philosophischen Musiktheorie geht es zurück zu FINNTROLL. Stanne überlegt einen Moment. "Eigentlich sind wir ja böse Konkurrenten, wenn es um die Plattenverkäufe geht", meint Mikael unter dem Gelächter seines Kollegen. "Aber Mathias scheint ein sehr netter Kerl zu sein. Wenn er mir nicht gerade ins Gesicht brüllt, kann man prima Wodka mit ihm trinken. Ich gebe zu, dass FINNTROLLs Musik nicht zu hundert Prozent meine Baustelle ist und ich sie was die Alben angeht in den letzten Jahren ein wenig aus den Augen verloren habe. Aber ich schaue sie mir immer live an, wenn sie bei mir in der Nähe spielen. Auf der Bühne sind sie äußerst unterhaltsam. Vielleicht könnten wir mal zusammen auf Tour gehen. Wir haben beide ein ziemliches Crossover-Publikum, das nicht auf ein Genre festgelegt ist. Die Kombination könnte funktionieren." Vreth möchte da nicht widersprechen. "Wir haben da sowieso keine Berührungsängste. Vor einiger Zeit sind wir mit SIX FEET UNDER und NILE getourt. Man kann nicht behaupten, dass diese Bands besser zu uns gepasst hätten als DARK TRANQUILLITY." Und so endet eine gemütliche Plauderstunde in Helsinki mit der Erkenntnis, dass auf den ersten Blick unterschiedliche Metal-Sänger am Ende mehr gemeinsam haben können, als vermutet. Darauf noch 'nen Wodka!

Vreth interview from Hall of Metal



Date: January 2010

Elaborated by: Juan Carlos García; Abel Fernández; PLQ  
Translated by: Abel Fernández




Our mate Abel had the pleasure of doing a phone interview to Vreth, vocalist of Finland's FINNTROLL, during their stay in Century Media headquarters in Dortmund. This is what he obtained:
 
- HoM. So this is Mr. Vreth from Fintroll! How’s things up North? What are you doing these days?

Well, actually I’m not in Finland right now, I’m in Germany, working with Century Media with interviews and promotion. But in Finland it’s really cold!

- HoM. Must be… did you have any problems to get to Germany?, with all this snow…

Yeah, there were some problems with the aeroplanes, the engines were frozen, so they had to warm up the engines so we could leave, we were more than an hour late…

- HoM. Well, congratulations for Nifelvind!

Oh, thank you!

- HoM. What have you been doing during these three years between “Ur jordens djup” and “Nifelvind”?


We’ve been touring really a lot, around Europe and the States, many festivals… and of course we’ve been writing new songs. It’s been quite… quite like this.

- HoM. You call your style Humppa Folk Metal. What is exactly humppa?

Humppa is Finnish traditional music made for old people, it’s nothing to do with metal at all. (laugh) It’s like the Finnish version of country music, made for elder people, they go out to dance and so on.

- HoM. So there must be a lot of humppa bands, can you mention some?

Ehhh no, I don’t actually know any of those bands, I have no idea about that. I haven’t checked out the scene. (laugh)

- HoM. This is your second album with the band. How do you feel? And, do you like to be compared with Wilska?

Well, it’s never been a problem to adapt from the beginning to this band, but this album is a bit different for me because the last time, when I joined, they had all the songs already written, and now I’ve been with them from the beginning of the writing process and everything. But I think this feels like an album in which I’ve been more active than in the first one. I don’t think that people are comparing me to Wilska any more. Maybe the first year, but it stopped a little bit now.

- HoM. Was it difficult for you to adapt yourself to the band?

Not really. They’re all nice guys and they are really easy to get along with, so I was very welcome in the beginning. Besides, their lyrics are in Swedish and I speak in Swedish also, so they were quite easy for me to learn.

- HoM. Now that you mention that, why are you lyrics in Swedish if you’re Finnish?

In Finland there are two official languages, Swedish and Finnish. I come from the Swedish-speaking part of Finland. We are not really that many, I think it’s 6% of Finland that speaks Swedish, about 300.000 people, something like that. My parents speak Swedish, but of course I’ve been studying Finnish in the school.

- HoM. What’s behind Nifelvind? What do you talk about this time?

It’s not a concept album this time, there are different stories for each song, mostly based in myths and legends, which are old but are still modern in a way, they keep through time.

- HoM. Finntroll gets darker album after album and your music gets less party/folkish; there are some tracks, though, that still have polka touches like "Den Frusna Munnen" or "Ett Norrskensdåd". What can you say about this?

In this album of course there are songs that are even darker than in the previous, there are also some happy songs but there isn’t really so much of that stuff. Anyway we have more in this album than in the last one, actually. But of course we have some songs also that are even darker than in “Ur jordens djup” album.

- HoM. Katla still writes the lyrics, do you consider him a Finntroll member still?

Of course we don’t have him as a full-time member, but he’s a really important part of the whole thing. I really like that he’s still doing the lyrics because he’s very good at writing stuff and he does it so much better than me, so I’m really happy that he’s still with us.

- HoM. How is the writing process? Do you go to a hut in the middle of the forest and eat mushrooms?

(Laugh) I wish! Actually this time we have gathered at Trollhorn’s place, to show him what we had done, our demos and so on. He started to put pieces together, then made demo versions and sent them to us and we started learning the stuff. We don’t really rehearse the albums before we go into the studio. We rehearse our own parts and that’s it.

- HoM. This album was mainly composed by Trollhorn, am I wrong?

Yeah, he’s done the biggest part of it, but there are some songs in which all of us contributed.

- HoM. Can you please make a list of the traditional instruments you usually use?

In this album we actually used more traditional instruments than ever. We have of course a real accordion, also a real violin, which we had never had before, acoustic guitars, Bulgarian acoustic guitars… bouzuki, which is a Greek guitar; we also have a mandolin; a daf, which is an Iranian percussion instrument; and of course the mouth harp is also there. Those are all the real instruments we had on this album.

- HoM. Ambiences and atmospheres favour your music very much. You did an acoustic EP in the past, “Visor Om slutet”; do you think you’ll ever do that again?

We haven’t planned anything like that at the moment, but you never know what you’re gonna feel like in the next years. We wanted to do some, that’s why we have the acoustic song in this album, we wanted to do something a little bit different and not do a metal song.

- HoM. Looks like nowadays many bands do acoustic albums, like Eluveitie for example, do you like them?

They have some really good stuff, I haven’t listened to them that much but they are really talented, they have good melodies on their album. I haven’t listened to the whole album, I have to say, but it’s good stuff, yes.

- HoM. Is Spinefarm still releasing your albums in Finland, or is it Century Media everywhere?

It’s Century Media now for all the world.

- HoM. Are they then going to re-release the old albums?

I think they were already re-released on 2007 or 2008… Yeah, they were re-released.

- HoM. By the way, what happened with that DVD you announced a while ago?

It’s still in working progress. We want to release an special package that looks good and that is realy nice. We want to put more stuff on it. We’ve been busy with the album now, so we didn’t have time to work on the DVD. It’s going to be released, but we don’t know when. I hope it’s gonna be this year.

- HoM. How was the mini-tour in Spain and Russia? It’s strange that you came before releasing the album. Did you play any new songs?

Yes, we played one of the songs, the one we released on Myspace. It actually got really good feedback, people liked it. [We came that soon because] They asked us if we wanted to come and play some songs, and, well, we said yes!

- HoM. It was kind of a warm-up I guess…

Yeah, and we also wanted to keep up with some shows every month.

- HoM. Trollhorn doesn’t tour with you. Is this because of Moonsorrow?

No no, it’s because he’s working, he’s got a really good job; also, he writes stuff for two different bands all the time and he’s got also a little boy at home, so he really doesn’t have the time any more. But sometimes he comes and plays with us, specially in Finland he wants to come and play a couple of shows here and there. On the DVD he was also with us, we have two keyboard palyers on the DVD.

- HoM. So you have two keyboard players on the DVD? But – where was it recorded?


It was in Amsterdam. Anyway, everytime he plays with us in Finland we also have two keyboards. There’s so much keyboards on Finntroll songs, it’s actually really cool that we have two. He doesn’t only play keyboards, he also plays the mouth-harp and does backing vocals and things like that.

- HoM. Wow. So Finntroll concerts in Finland are much better than anywhere else!

[Laugh] Yes, some of the shows. And other thing is that, you know, a band in their home country is also a little extra.

- HoM. And it’s easier for him I guess.

Yeah.

- HoM. Well, this was all. Thank you from HallOfMetal for your time, and good luck with the album!.

Thanks to you, bye!

Vreth interview from Finntroll France



Date: January 11th 2010
Questions préparées par Josh.
Interview réalisée par Karnonos.


INTERVIEW DE VRETH (FINNTROLL) 11/01/2010


  
Finntroll France : Le 22 février sort en France, le nouvel album Nifelvind, peut-on dire que cet album écrit une nouvelle page dans l’histoire de Finntroll ?

Vreth : Je ne dirais pas qu’il s’agit d’une nouvelle page, mais plutôt d’un pas en avant. Nous avons introduit de nouveaux instruments, utilisé une nouvelle production, et travaillé beaucoup plus sur le détail.
On s’est vraiment concentré sur notre imagination et les histoires dont nous nous sommes inspirés. 

FF : Les textes de cet album ont, une nouvelle fois, été écris par Katla. Quel expérience ça fait de chanter des textes qu’on n’a pas écrit et du coup comment adaptes-tu ton travail pour poser les textes sur la musique ?

V : On travaille ensemble pour faire le lien. Il écrit, on voit ensuite comment ça se chante. J’essaye d’y faire face, mais ce n’est pas vraiment un problème. De temps en temps je change des mots, des phrases, mais comme les textes parlent de choses que j’apprécie, je ne rencontre pas vraiment de difficultés. 

FF- Quel est le thème global de Nifelvind ?

V : Ce n’est pas un concept nouveau pour nous : des histoires de folklore, des légendes nordiques, mais ce sur quoi nous nous sommes vraiment concentrés sur Nifelvind, c’est cette sorte de chute, de décadence commune qui frappe les peuples. Même lorsqu’ils en sont conscients, les gens se répètent, encore et encore. 

FF- L’aspect musical de cet album est très vaste, il possède beaucoup plus d’instruments folks et une plus grosse orchestration que les précédents, notamment l’intro Blodmarsch. On peut considérer certains morceaux comme tribal ou exotique mais aussi très influencé par le humppa. Cela a du représenter beaucoup plus de temps de travail que ce soit en recherche, en créativité ainsi qu’au mixage ?

V : En effet, il y a beaucoup d’influences musicales traditionnelles et folkloriques : des inspirations venant de l’est, d’Europe, de Suède et de Finlande sur certains morceaux. On a enregistré pendant deux semaines, mais comme on se concentre que sur un morceau à la fois, cela prend du temps.
En fait, on voulait tellement en faire en si peu de temps, on y a passé quelques nuits blanches. On n’avait pas prévu autant d’instruments folks au départ, mais on en voulait toujours plus. Mais c’était amusant. On a du abandonner quelques idées pour tenir les délais. On enregistrait, de nouvelles idées venaient, on rajoutait des sonorités, qui donnaient à leur tour de nouvelles idées. Ca a donné un travail immense : on occupait de plus en plus de salles en studio, et il y en avait beaucoup, toutes pleines d’instruments différents avec beaucoup de variété. Il a fallu adapter tout ça en pré-production et encore ensuite. Avec les concerts et les festivals le week-end, ça a été un sacré boulot. 

FF- La richesse musicale omniprésente sur cet album mêlant le black metal, le death metal, le folk metal ainsi que la pop des années 80 comme j’ai pu le lire d’en d’autres interviews que tu as donné, comment nommerais tu le style musical de cet album ?

V : J’ai horreur de classifier et de poser des noms sur les styles musicaux. Si je devais vraiment catégoriser Nifelvind, il faudrait que j’invente le nom le plus long ayant jamais existé : du folk-black-death blablabla metal. Je vais simplifier les choses : c’est du metal (rires).

FF : J’ai quelques amis qui apprécieront, on se lasse vite des classifications nous aussi (rires).

V : (Rires).

FF- Sur le titre Galgasång, serait-ce la voix de Trollhorn, car il ne me semble pas avoir reconnu ta voix ?

V : Non non, c’est bien moi, avec Trollhorn et Tundra chantant en arrière plan.

FF- Toujours sur le titre Galgasång, ce morceau est entièrement acoustique comme l’était l’album Visor Om Slutet. Est-ce qu’un nouvel album acoustique pourrait voir le jour par la suite ?

V : Pour les albums acoustiques, on ne peut jamais prévoir à l’avance. Peut-être qu’on va avoir envie d’en faire un nouveau, qui sait, mais cela ne se planifie pas.
Concernant Galgasang, on voulait vraiment avoir un morceau acoustique. On avait déjà beaucoup de morceaux purement métal, et un soir, on est allé au ciné, et l’idée est venue comme ça.

FF- Le 22 décembre a été dévoilé sur le web le making of du vidéo-clip de Solsagan, peut tu nous en dire plus sur ce vidéo-clip, sur son réalisateur ainsi qu’une éventuelle date de diffusion ?

V : Je ne connais pas la date exacte, mais très prochainement, peut être même la semaine prochaine. Pour ce qui est du clip, on a tourné pour la première fois avec une compagnie finlandaise. On a eu l’idée du scénario, et ils ont absolument voulu le faire.

FF- Est-ce qu’un deuxième vidéo-clip est envisageable, je pense notamment au titre Under Bergets Rot qui est le premier morceau de ce nouvel album que vous avez mis sur le myspace ?

V : La possibilité d’une seconde vidéo est en discussion, mais on a encore rien arrêté. Mais ça serait surprenant qu’il n’y en ait pas d’autre.

FF- Aurait-tu également des informations sur le très attendu DVD Live ? L’avancement de son montage ?

V : Je ne sais pas combien de fois on m’a posé la question, pitié, pas encore ! (rire gêné). On ne sait vraiment pas.

FF- En février commence la tournée du Paganfest, est-ce qu’une idée de la set-list est déjà prévue ?
V : Pour le moment on ne sait pas encore combien de temps on va jouer, donc rien de définitif n’a été décidé. Mais on a quelques idées. En revanche, on est sur de jouer des morceaux de tous les albums, c’est promis !

FF- On aura le plaisir de vous voir 3 fois en France lors de cette tournée du Paganfest mais également lors du festival Hellfest, ce qui est une grande première d’avoir autant de dates dans notre pays, en une même année. Qui doit-on remercier pour avoir autant de dates (rires) ?

(Rires)

V : Notre agence tout simplement. C’est un plaisir de jouer en France, nous n’y avons jamais eu de mauvais public. 

FF- La nouvelle version du site de Finntroll France a été mis en ligne il y a quelques temps, prochainement nous travaillerons sur la version anglaise de ce même site, as-tu un avis particulier à donner ?

V : Je n’ai pas encore regardé le site français, mais c’est vraiment super. On est vraiment heureux du travail que vous faites, tous les pays ne le font pas.

FF- Merci beaucoup pour cette interview, je te laisse les habituels mots de la fin, que souhaiterais tu dire aux nombreux fans français ?

V : Je voudrais dire un grand merci à Josh et à tout le staff de Finntroll France, c’est vraiment génial. On vous dit à bientôt aux concerts !

Vreth,de la part de tout le staff, un grand merci d’avoir pris le temps de répondre à ces questions, et à bientôt en concert.



Vreth interview/article from Peppar.fi

Date: March 26th 2010

Mathias ”Vreth” Lillmåns
Ålder: 27 år.
Född i: Jakobstad.
Aktiv i: Finntroll, Chthonian och snart Observant.
Bor i: Helsingfors.
Civilstatus: Sällskapar.
Har turnerat med: Carcass, Arch Enemy, Nile, Children of Bodom, Eluveitie...
Hur han undviker turnébaksmälla: Vodka och öl, inget vin.
Garderobskelett: Han har bandat in nästan alla av Charles Plogmans skivor i studion.
Gått längst utan att duscha: 7 dagar under en USA-turné.
Önskeland att turnera i: Australien.
Om sightseeing under turneer: ”Inte orkar man se Triumfbågen hur många gånger som helst."
Hans beskrivning av Finntroll: Hellre fem över än fem före.
Trött på trollskämt: Ja.

Trollet från Jakobstad

För fem år sedan visste ingen utanför Jakobstad vem Mathias Lillmåns var. I dag är han vokalist i Finntroll, lystrar till artistnamnet Vreth och måste ha livvakt när han rör sig i Mexiko. Han är Svenskfinlands enda metallikon.

Tajta mörka jeans och en svart läderjacka på en tanig kropp. Det bruna håret svajar över hans korsrygg som en silkespendel när vi korsar Mannerheimvägen i Helsingfors på väg mot ett lugnt kafé. Han ser sig om hela tiden, nästan som om han verkar förvånad över att han kan gå omkring bland människor utan att bli antastad.

Han är vokalist och frontman i pagan metal-bandet Finntroll som kombinerar humppa, black metal och nordisk mytologi (kolla videon av deras senaste singel här). Han må vara född i Jakobstad och må ha varit okänd fram till och med 2006 när han fick jobbet, men han är i dag inget mindre än en sexikon bland unga kvinnliga metallfans ute i världen.

Han är också minst känd just i Finland. Något han uppskattar.

- Senast vi var i Mexiko tvingades vi skaffa livvakter. Annars hade tjejerna slitit oss i bitar. De stod i skockar iklädda Finntroll-skjortor väntade på oss redan vid flygplatsen. Man kände sig lite som en medlem i Beatles. Det var helt sjukt.

Som frontman är han automatiskt föremål för det han själv kallar Lead Singer Disease. Publikens blickar dras till honom på gott och ont.

Han rycker på axlarna och...är det ett leende som skymtar?

- Det är nu bara så att tjejer alltid dras till sångaren.

Baksmällan den största fienden

Han har nu varit hemma i Finland i några dygn efter en månads turné i Mellaneuropa med gigs precis varje dag – ett ovanligt tufft schema. Han ler trött när vi bänkar oss.

Hans röst är mörk, låg, varm och lite småhes. Som flitigt turnerande sångare ofta låter.

- Jag har inte gjort mycket annat än sovit sedan måndag. Det brukar ta en vecka att återhämta sig.

Ja, schemat är hårt. I en månads tid har han haft show varje natt och kommit i säng sextiden på morgonen. Uppstigning två på eftermiddagen. Lägg till några rejäla doser alkohol så inser man att schemat är obönhörligt.

Alkohol och oregelbundna mat- och sovvanor. Frågan är: hur gör man för att inte bli smällfet på turné?

- Det är inte lätt. Jag har själv gått upp sju kilo det senaste halvåret. Tricket är att hålla sig i form när man är hemma. På turné är det nog bara rock n’ roll.

Du menar supande?

- Ja. Värst är det i början av varje turné. De två första veckorna är alltid våta. Det kan vara 20 öl och en Kossu vissa dagar. Sen skärper man sig och tar bara några öl per dag. Ännu värre var det förr.

Men han är ett proffs och ställer sig aldrig på scen med mer än tre öl under bältet.

- Allt blir så råddigt och tajmingen dålig annars.

Han är dessutom livrädd för baksmällan.

- Det värsta jag vet. Jag ligger alltid i fosterställning och kallsvettas och kvider och har svår paranoia. Jag brukar ligga och tro att jag har allvarlig cancer.

Rockstjärnan utan Plussa-kort

Men vi spolar tillbaka lite. Senast jag pratade med Lillmåns var när jag ringde upp honom i början av turnén för fem veckor sedan. Han satt i Tyskland och var storartat irriterad. Han hade dagen innan blivit rånad. Så här lät det då:

- Någon jävel bröt sig in i vår turnébuss och rev med sig två väskor. Den ena var Eluveitie-gitarristens. Den andra råkade nu bara vara min. Alla mina kläder, mitt pass och min plånbok är borta, satan.

Han tvingades göra en avstickare till Wien där närmaste finska ambassad fanns för att få ett temporärt pass. Utan en euro på fickan.

- Jag får ta min del av t skjort-försäljningen. Det är allt jag har att röra mig med och det är två och en halv vecka kvar av turnén. Kan bli jävligt, sade han då.

Nutid. Han har beställt sitt körkort, har ett bankkort men resten är fortfarande försvunnet. Rocklivet är inte alltid glamoröst.

- Jag har inte ens Plussa-kort, säger han och stirrar ner i sitt glas fyllt med Fanta.

Det är inte konstigt att Lillmåns i dag är Vreth. Hans CV är lång. Han startade sitt första band Blackout som sjuåring år 1989. Han spelade keyboard och försökte sjunga medan hans kompis Kenneth Nygård trummade.

- Vi körde covers på Scorpions, Bon Jovi och Iron Maiden och spelade in det på band.

Han skrattar till.

- Senast jag träffade Kenneth hörde vi på banden. Det var… roligt.

Svenskfinlands enda metallikon

1998, som 16-åring, började hans karriär sakta ta fart. Det var då som bandet Twilight Moon aktiverades i Jakobstad. Nygård, hans trummis i Blackout var också med. Det var här som Lillmåns vokalistkarriär började. Fast han blev egentligen tvingad att greppa mikrofonen.

- Som basist hade jag minst att göra i bandet så sången föll på mig. Men det var okej. Jag siktade nog på det också.

År 2006 blev Finntrolls förra sångare Tapio Wilska, även känd som sessionssångare på de tidiga Nigthwish-skivorna, sparkad. Lillmåns råkade vara på rätt plats vid rätt tid och tog Wilskas tron.

I dag är Lillmåns den enda frontmannen i Svenskfinland som inom sin genre kan leva på det han gör. Inte så att han är rik, men det går.

- I fjol var det knapert när vi skrev låtar och spelade in den nya skivan och bara gjorde 30 spelningar. Då tvingades jag ansöka om bostadsstöd.

För tillfället är Finntroll bokat fram till oktober, närmast en USA-turné. Det är på turneer banden håvar in pengar i dag. Skivförsäljningen är sekundär.

- Som det nu ser ut så ska jag kunna leva ekonomiskt på Finntroll de tre närmaste åren.

Mathias ”Vreth” Lillmåns har turnerat genom uppemot 200 städer och 31 länder. Hur känns tanken att en dag återvända till lilla Jakobstad och slå sig ner där?

Han skruvar på sig en aning. Profet i egen hemstad är svårt.

- Kanske någon gång men saker och ting har ju ändrat lite nu. Förut kunde jag vara mig själv i Jeppis men nu har det faktiskt blivit lite jobbigt. Det börjar bli svårt att sitta med kompisarna ute på stan i Jeppis en kväll i lugn och ro. Det där stör mig lite. Det var lugnare förr.

Orden är inte en uppblåst rockstjärnas. De kommer från en man som är genomgående tystlåten, nästan urskuldande, och värderar lugn och ro när han inte står på scenen.

Vreth interview from Blastbeat.nl

Original date: November 28th 2010 
Text: Amy Jackson 


Afgelopen zondag, 28 november had ik een interview met Mattias (Vreth) van Finntroll, and this is it:

Jullie nieuwste album Nifelvind is nu al een tijdje uit. Waar is het allemaal begonnen? Waar kwam de inspiratie vandaan?

Nou.. Er is niet echt één inspiratiebron. Finntroll haalt zijn inspiratie uit zoveel verschillende dingen en van zoveel verschillen de plaatsen. Het kan echt van alles zijn, dingen die we horen, zien of iets op de radio. Wij hebben voor dit album eigenlijk wat van het oude Finntroll materiaal gebruikt wat nog nooit gebruikt was op albums.

Het is vast veel werk geweest, maar zijn jullie tevreden met het uiteindelijke resultaat of had je nog enkele dingen willen veranderen?

We zijn eigenlijk heel erg tevreden met het resultaat. Normaal gesproken maken we het geluid met opzet een beetje ‘shitty’. Omdat we niet ‘te perfect’ willen klinken. Op dit album hebben we juist wel ons best gedaan om het zo goed mogelijk te laten klinken.

Ik kan met voorstellen dat het maken van een nieuw album veel stress met zich meebrengt, maar natuurlijk is het ook erg leuk. Wat is het vreemdste/grappigste wat er gebeurd tijdens het creëren van Nifelvind?

Niet iets specifieks vreemds of grappig. Maar het was wel een lang proces, meestal werken we er ieder thuis aan en dan komen we later bij elkaar. Dan eten we wat, drinken we bier, gaan we de sauna in en discussiëren/overleggen we over alles wat we bedacht hebben.

Aangezien mij Zweeds niet erg goed is, heb ik geen idee wat Nifelvind betekent. Wat betekent het en waarom hebben jullie gekozen voor deze titel.

Nou, ‘vind’ betekent ‘wind’. En in de noordse mythologieën heb je 2 verschillen de ‘hell’en: De koude hell en de warme hell. De Nifelhell is de koude hell en daar gaan ook all criminelen heen. Dus Nifelvind betekent iets als de wind die vanuit die hell gewaaid komt. We hebben voor deze titel gekozen omdat het past bij het geheel: Het geluid, de muziek zelf en alle artwork eromheen. Weird circus from hell.

Mij is verteld dat ieder nummer op nifelvind een ander verhaal of mythe verteld, hoe zit dit in elkaar?

Op dit album hebben we ons vooral geconcentreerd op de oude legendes en mythes. Vervolgens hebben we een Finntroll versie geschreven van deze legendes en mythes.

Wat maakt Nifelvind een echt Finntroll album? Wat is het echte Finntroll geluid?

Nou, de vrijheid om te doen wat je maar wilt. We hoeven onszelf niet te beperken. We kunnen alles doen wat we willen: Folk, death, black, een mengelmoes van alles. Het kan allemaal, we zeggen nooit ‘nu gaan we een blackmetal of een deathmetal album maken’, we gooien alles altijd gewoon door elkaar. Het echte Finntroll-geluid is dat er geen limiet is voor de mogelijkheden, alles is mogelijk.

Niet alle Finntroll-leden spreken Zweeds, weet iedereen waar de nummers overgaan of geloven ze het allemaal wel?

Meestal komen we bij elkaar en praten we over wat het worden moet. Verder verstaat Trollhorn het Zweeds erg goed en als hij dronken is spreekt hij het ook nog eens goed.

Waar ben je erg trots op, wat betreft het nieuwe album?

*denkt na* Ik vond het erg vet dat we de grote orkesten erbij betrokken hebben. Zoals ik net al zei, de vrijheid om te doen wat je maar wilt. We hebben zoveel inspiratie opgedaan uit de hele wereld.

Omschrijf Nifelvind in één zin:
 
Carinval from Hell

Wat is je favoriete Nifelvind nummer?

Dat verandert echt iedere keer. Momenteel is het Mot skuggornas Värld, aangezien we deze speciaal voor deze tour er tussen gezet hebben.

Oké, nu een paar vragen over de tour met Rotting Christ, Samael, Metsätoll en Nothnegal. Hoe is het tot nu toe geweest?

‘Chaos, complete and utter chaos’. Op een geode en op een slechte manier. Er zijn veel onverwachte dingen gebeurd, maar als het goed is, hebben we morgen alles weer onder controle.

Samael en Rotting Christ zijn death/black metal bands, hoe reageert het publiek op het verschil tussen deze bands en jullie met Metsätoll?

Nou eigenlijk hebben we de bands zelf uitgekozen, juist omdat we vonden dat ze zo goed bij elkaar passen, we zien ons zelf niet als ‘folkmetal band’, aangezien we ook oa black/death maken. Het gaat om doen wat je ook maar wilt en dat doen alle andere bands op deze tour ook. Het is een tour van bands die alles kunnen doen wat ze willen. En alle bandleden zijn ook erg cool, dat is ook erg belangrijk als je een maand met elkaar op tour bent. Natuurlijk merk je wel welk publiek voor welke band komt, maar dat is alleen maar goed. Zo leren mensen andere bands kennen en dat is goed.

Wat is tot nu toe het beste gedeelte geweest van de tour?

Waarschijnlijk de mensen die mee zijn op tour. Iedereen is zo ontspannen en kan met elkaar overweg. Erg professioneel, maar nog steeds cool.

Wat is je favoriete nummer om live te spelen?

Hmm, momenteel vind ik het erg leuk om Grottans Barn te spelen, aangezien het een goede manier is om ervaring op te doen met de ‘clean vocals’. En ik vind de uitdaging erg leuk.

Jullie hebben al veel getoerd, heb je een favoriete stad/land om in te spelen?

Het hangt er allemaal een beetje van af waar je naar op zoek bent. Maar ik vond Austin in Texas er gaaf!

Zijn er plaatsen waar jullie nog niet geweest zijn, maar waar je graag heen zou willen gaan?

Zeker! Maar ik ben erg blij dat dat volgend jaar eindelijk gaat gebeuren, we gaan eindelijk naar Australië!

Nu nog even iets heel anders, ik hoorde een gerucht dat jullie op Lowlands na jullie optreden de backstage afgebroken hadden, klopt dat?

*Kijkt heel verbaasd* Dat is niet waar, het enige wat er gebeurd is dat Routa backstage van zijn stokje gegaan is en dat we hem er weg hebben moeten dragen.

En de laatste vraag, vertel onze lezers van Blastbeat.nl, ‘what is the meaning of life’?

*lacht* Uhm.. ‘To be and to do stuff that makes you feel good. Do what you enjoy’


 


Wilska interview from Resurrection


Published by Resurrection.at, date unknown


Eine der großen Überraschungen dieses Jahr am Metalfest waren für mich FINNTROLL. Ich war gespannt, wie ihre extreme Humppa Folk Metal-Mucke live funktionieren würde. Nun, es steht außer Frage, daß sie das Publikum begeistern konnten. So kam es, daß ich mich nach der Show mit Frontmann Tapio Wilska über Teemus´ Tod, das Leben als Musiker, die Aufnahmen zum neuen Album, finnische Spezialitäten wie das Saunieren und noch ganz, ganz andere Sachen unterhielt. Doch lest selbst...

M. W.: Hallo und herzlich willkommen zum ersten mal hier in Österreich! War ja ein beachtlicher Gig, den ihr eben hingelegt habt. Wie gehts dir denn so? Seid ihr zufrieden mit eurem Gig?

T. W.: Oh danke, aber ich bin momentan völlig erledigt. Dieser Sommer war absolut hektisch, ich habe mit drei Bands getourt, und heute fühle ich mich richtig alt! Die Show war o.k. für uns, aber gestern sind die Dinge außer Kontrolle geraten. Das war höllisch! Da waren wir am Summer Breeze Festival, aber unser gesamtes Equipment war in Helsinki vergessen worden, wie auch unser Gepäck. Außerdem hatten wir schon in Stuttgart Verspätung, und als wir am Festivalgelände ankamen, waren es grade mal 45 Minuten, bis wir spielen sollten. Gott sei Dank waren unsere Freunde von AMORPHIS da und sie liehen uns ihr Equipment. So wurde es doch noch ein Erfolg für uns. Wir waren schon 13 Stunden insgesamt unterwegs gewesen, und danach noch mal 7 Stunden hierher zu euch nach Österreich, also ich kann nur sagen: Ich hasse das Reisen! Ich kann in diesen Tourbussen einfach nicht schlafen, insofern ist das echt ein Problem für mich. Wenigstens haben wir auf der Fahrt ein bißchen getrunken und schon mal Pläne geschmiedet für die Zukunft. Ich bin nun mal in diesem Business, und das ist das Größte für uns: Shows zu spielen. Wie du weißt, bin ich auch noch Teil der NIGHTWISH-Crew, ich bin da der Stage-Manager, achte auf die Drums und passe nebenbei auch noch auf Tarja auf! Es ist schon ein Unterschied, ob man auf der Bühne steht oder dahinter die Arbeit erledigt, aber ich kenne beide Seiten. Das Größte ist, die Fans zufriedenzustellen.

M. W.: Du bist nun Ersatz für Katla, der an Stimmbandkrebs erkrankt ist. Was ist seit Teemus Tod passiert?

T. W.: Wir haben bandintern schon soviel darüber diskutiert, wie es nun weitergehen soll. Ich bin zu dem Schluß gekommen, daß über dieser Band ein Fluch liegt. Bevor ich vor kurzem eingestiegen bin, war ich drei Jahre lang FINNTROLLs Lichttechniker. Katla sagte damals zu mit, er wolle, daß ich sein Nachfolger als Sänger dieser Band werde, wenn er einmal nicht mehr weitermachen könne. Zuerst sagte ich nein, aber schon drei Wochen später, wir waren gerade in Italien mit IMPALED NAZARENE, da war es schon gewiß, daß er aufgrund seiner Erkrankung nicht mehr weitermachen konnte, da sagte ich dann doch zu. Alles schien dann gut zu laufen, wir hatten schon einen fixen Tourplan, dann passierte diese Sache mit Teemu. Sein Begräbnis war sehr bewegend, aber ich konnte einfach nicht dabeisein, auch nicht auf der Memorial-Show, ich hätte das nicht durchgestanden. IMPALED NAZARENE und BARATHRUM spielten dort ein Tribute für ihn. Der Sänger von BARATHRUM brach weinend auf der Bühne zusammen. Ich erfuhr die ganze Sache eines Morgens um halb 10, als mich Tundra, unser Bassist, anrief und 10 Minuten ins Telefon heulte. Eineinhalb Wochen nach Teemus Tod hatten wir ein Band-Treffen, auch Mika Luttinen war dabei und wir besprachen erstmal, was zu tun sei. Vom ersten Augenblick an war klar, daß es nicht in Frage käme, jetzt aufzuhören. Wir trafen uns auch mit Teemus Mutter und sie sagte uns: "Wenn ihr Jungs jetzt aufgebt und diese Tour nicht spielt, werde ich nie wieder ein Wort mit euch reden!". Und die Tour war wie eine Therapie für uns, wir wollten einfach nur raus aus Helsinki, vor Leuten spielen. Unser neuer Gitarrist, Mikael, ein alter Freund der Band, spielte Ersatz für Skrymer, als der nicht spielen konnte. Er war ein Teil der "Familie".

M. W.: Ich finde das neue Album "Visor om slutet" sehr stimmungsvoll, mit vielen akustischen und folkigen Elementen. Es kommt mir wie eine Art Soundtrack vor und hat eine ganz eigene Atmosphäre. Siehst du das auch so?

T. W.: Wir wollten so etwas schon seit langer Zeit machen. Als wir ins Studio gingen, hatten wir erst ein paar Songs fertig. Glücklicherweise sind wir bei einem Label wie Spikefarm, und ich denke es ist ein großer Vertrauensbeweis ihrerseits, daß wir ein Album wie "Visor om slutet" aufnehmen konnten. Sami, der Label-Manager, meinte nur zu der Idee, ein akustisches Mini-Album aufzunehmen: "Welche verrückte Idee ihr da auch habt - macht es einfach!". Bei allen anderen Bands hätten sie zuerst einmal ein Demo hören wollen, nicht aber bei uns. Wir genießen da eine gewissen Narrenfreiheit. Wir gingen mit dem Material eigentlich nie in ein Studio. Wir haben uns eine Hütte etwas außerhalb von Helsinki angemietet, schafften unser Equipment dahin und brauchten etwas über eine Woche für die Aufnahmen. Das bedeutete, Aufstehen um etwa 3 oder 4 Uhr am Nachmittag, kochen, essen und danach aufnehmen - es war eine total entspannte Atmosphäre. Danach bearbeiteten wir das Demo in unserem eigenen Home-Studio. Das lief ungefähr so ab: Essen kochen, dazwischen eine Guitar-Spur aufnehmen, die Sauna einheizen, essen, Drums einspielen. Es war im Jänner, und es hatte ca. -30°, und nach der Sauna haben wir uns im Schnee gewälzt. Und mitten in der Nacht haben wir dann weiter am Album gearbeitet. Wir ließen uns total von unserem Feeling leiten, so nach der Art: Wir jammten, und jemand meinte: "Hey, das ist ein nettes Riff, das nehmen wir!". Außerdem war das Umfeld wirklich einzigartig, wir wollten die Erfahrung machen, wirklich in der freien Natur aufzunehmen. Es paßte zu unserem typischen trollischen Image. Und diese Erfahrung war wirklich toll!

M. W.: Ihr kombiniert auf geniale Weise Metal mit Folklore und Humppa. Ist das wichtig für euch, woher kommen eure Einflüsse?

T. W.: Wir haben hauptsächlich schon alle einen Metal-Background. Mit 9 oder 10 Jahren habe ich angefangen, Musik zu hören. Die Band, die mich zum Rock`n´Roll gebracht hat, war MOTÖRHEAD. Von meinem Cousin habe ich all die Sachen bekommen, wie BLACK SABBATH, MÖTÖRHEAD und AC/DC. Außerdem höre ich aber auch viel finnische Folklore und traditionelle Sachen. Im November werden wir wieder ins Studio gehen, um das nächste Album aufzunehmen. Acht Songs haben wir dafür schon fertig. Wir wollen wieder die Rauheit des ersten Albums einfangen, denn ich finde, "Jaktens tid" klang ein wenig zu glatt. Es soll wieder unpoliert klingen, das Epische von "Visor om slutet" und die Art der Melodien von "Jaktens tid" beinhalten, dazu noch eine ganze Menge finnischen Party-Feelings. :-) Ich hoffe, es wird das beste und abwechslungsreichste FINNTROLL-Album sein. Sogar Klezmer-Elemente werden vorkommen. Release-Date wird wahrscheinlich der Jänner 2004.

M. W.: Mit dem neuen Album wurde wieder etwas völlig Neues ausprobiert. Ich denke, die Tatsache, daß ihr euch nicht wiederholt, ist etwas, das euch auf der einen Seite unberechenbar, aber andererseits auch wirklich interessant macht...

T. W.: Ja, das erhält die Musik am Leben. Wir hätten für das neue Album auf Nummer Sicher gehen können und die bewährten Elemente von "Jaktens tid" herausnehmen und wiederverwenden können, nur was hätte das gebracht? Alles, was an Pech dieser Band widerfahren ist, schweißt uns nur noch mehr als Einheit zusammen, und ich denke, das merkt man auch an unseren Live-Shows. Dieses Jahr wurden wir durch das viele Touren wirklich zu einer echten Band.

M. W.: Bestreitet ihr noch ab und zu Konzerte in den legendären (ah ja, bei MANOWAR ist das zutiefst lächerlich, bei FINNTROLL natürlich "legendär"... - J. S.) Bärenfellen?

T. W.: Schon, nur heute war es etwas zu heiß dafür, denn diese Dinger bringen dich um! Die einzige Bedingung, die ich stellte, als ich Katlas Nachfolger wurde, war: Ich werde nicht dieses stinkende Fell anziehen! :-) Manchmal verwenden wir aber noch Kostüme und Schminke auf der Bühne, das kommt immer darauf an (worauf? - J. S.). Ich finde aber, daß zum Beispiel diese ganzen Black Metal-Bands ziemlich lächerlich aussehen mit ihrem Corpsepaint, das ist halt deren Image. Ich komme aus einer anderen Ecke, bin mit den Oldschool Speed- und Thrash-Bands in den 80ern aufgewachsen, habe von daher einen etwas anderen Background. Ich war nie ein Fan von Black Metal.

M. W.: Wie erklärst du dir die Tatsache, daß aus Finnland so viele gute Metal-Bands kommen?

T. W.: Weiß ich auch nicht genau, vielleicht liegt es an der Mentalität der Finnen. Aber nur mal ein Beispiel: In Kuopio, wo ungefähr 60.000 Leute leben, hört sich die Mehrheit der Jugendlichen solchen Mist wie Britney Spears an. Nur eine kleine Minderheit von Kids, so etwa 15-16 Jahre alt, die sind alle total auf VENOM und MOTÖRHEAD. Es gibt exzellente junge Bands in Kuopio wie etwa DEATH CHAIN, die sich vor allem an Thrash-Bands wie KREATOR Mitte der 80er orientieren. Es tut sich enorm viel im Underground, und die Bands sind auch technisch sehr gut drauf.

M. W.: Denkst du, der Grund für diesen Umstand ist der lange Winter in Finnland?

T. W.: Sicher einer mit der Gründe, die Kids haben nicht viel anderes zu tun als Musik zu machen. Außerdem hat Finnland ein wirklich gutes System des Unterrichts an Musikschulen. Unser Keyboarder beispielsweise hat auch einmal Musik studiert und sein Vater war ein gefragter Session-Drummer, er wuchs also praktisch mit Musik auf. Viele Bands nehmen Unterricht, das erklärt ihr technisches Können, sieh dir nur mal zum Beispiel CHILDREN OF BODOM an.

M. W.: Apropos: Stimmt denn die Geschichte rund um den Lake Bodom?

T. W.: Ja, das tut es! Der Mörder wurde bis heute nicht gefaßt. Es gab auch noch eine andere Mordserie zu der Zeit, und man nahm an, daß es sich um denselben Täter handelte. Mein Vater war damals in dem Fall einer der ermittelnden Polizei-Beamten, und er hatte da so eine Theorie, wer der Killer sein könnte. Er verhörte einen Verdächtigen, und in der Gerichtsverhandlung stellte sich heraus, daß es der Mörder war. So wurde er auch der Morde am Lake Espoo verdächtigt, nur konnte ihm das nie bewiesen werden, da sich der Typ in seiner Zelle erhängte. So wurde aus dem Lake Bodom ein Mysterium, um das sich viele Geschichten ranken. Nichtsdestotrotz ist das ein wirklich nettes Plätzchen dort!

M. W.: Übrigens, sagt dir der Name PROFANE OMEN was?

T. W.: Ja klar, von denen hab ich schon gehört, und auch einige Interviews und Reviews in Fanzines gelesen. Sind eine gute Band!

M. W.: Weil du auch in NIGHTWISH involviert bist, was tut sich da? Bringen sie nicht in Kürze eine neue DVD raus?

T. W.: Genau, und auf die könnt ihr euch schon freuen! Es wird darauf eine 2 1/2-stündige Dokumentation über die Band zu sehen geben, Interviews, Backstage-Sachen, Clips von verschiedensten Konzerten. Sechs oder sieben Songs vom Summer Breeze Festival 2002, die wirklich professionell produziert sind, und ein paar Songs von ihrer Norwegen-Premiere dieses Jahr. Beim Backstage-Footage ist Tero drauf, wie er vor 7000 Leuten einen Bungy-Jump macht - aber komplett nackt! ;-) Hey, das war die "Summer of innocence tour"! ;-) Nun, und Tarja ist ja mittlerweile verheiratet, sie heißt jetzt Tarja Turunen-Karpuli. Ich kenne die Jungs, vor allem Tuomas, nun schon so lange, sie wohnten damals nicht sehr weit weg von mir.

M. W.: Hast du eine Lieblings-Location in Finnland?

T. W.: Nun, ich würde sagen, der Pakkahuonen-Club in Tampere, wo damals NIGHTWISHs "From wishes to eternity"-DVD aufgenommen wurde, ist mit Sicherheit eine der besten Locations in Finnland, immer ein guter Sound, die Technik stimmt immer, und die Bühne auch. Das Tavastia in Helsinki ist auch ein guter Club, den gibt es an der Stelle schon ewig, so seit 1960 oder so. Aber meistens ist es dort sehr voll, es gibt Live-Musik fast die ganze Woche über, nur stört mich eben, daß das Bier dort so teuer ist! :-) In den meisten Bars, wo sich Metaller treffen, gibt es auch billigeres Bier, haha! Aber ich persönlich bin ein Redneck, ich lebe auf dem Land draußen, nicht in Helsinki. In Oulo gibt es extremere Bands als anderswo, die sind ganz anders da oben. Gute Freunde von mir sind auch Timo Rauitiainen & TRIO NISKALAUKAUS. Man sah eine Zeitlang, bei jedem Konzert, bei jedem Festival, die gleichen Leute, das war damals die "Brotherhood of doom", komplett schwarz gekleidet und nie wirklich nüchtern. :-) Mit Timo hatte wir auch schon manch lustige Geschichte erlebt. Von Nils, dem Bassisten, glaube ich, daß er mein Zwillingsbruder sein muß, jedenfalls ist er einer meiner besten Freunde. Wir nennen ihn den "Wandelnden Vergnügungspark", und meistens startet auf Tour schon gegen 3 Uhr morgens "Die Nils-Show"! Eines Nachts beendete die Security eines Hotels die Party, die wir grade feierten, mit den Worten:"Hier ist die Party für euch zu Ende, Jungs!". 5 Minuten später erwischten sie uns im Stiegenhaus, wo wir gerade versuchten, zwei Sofas runterzuschleppen, worauf Nils meinte: "Ihr sagtet doch, dort müßten wir leise sein, aber von hier habt ihr nichts gesagt!" :-)

M. W.: Echt witzig! Okay, Vielen Dank für das Interview! Dann will ich dich mal nicht länger aufhalten, du bist doch sicher sehr müde...

T. W.: ... und durstig!!! :-)

M. W.





23 Sept 2013

Vreth interview from Rave Magazine

Date: March 15th 2011


FINNTROLL sing in Swedish and play death metal infused with Finnish polka music, yet they have fans outside of Nordic countries. Vocalist MATHIAS “VRETH” LILLMÅNS explains this to TOM HERSEY.

If ever there was a niche sub-genre within an already niche form of music, it would be ‘troll metal’. But that’s dubious label Finland’s seven-piece extreme metal outfit Finntroll often get stuck with for combining elements of folk music with black and death metal and, well, singing about trolls.

The term ‘troll metal’ might conjure up images of rabid Dungeons & Dragons fans rocking out in a dimly lit basement, with all band members fully aware that they will stay in that very same basement for the remainder of their existence, and Vreth openly acknowledges that playing in a band like Finntroll, that was a real possibility.

“Because we decided to play music like this we didn’t think we were going to travel all over the world, we never were like ‘let’s dominate the world’.” 

Instead Vreth, who speaks in a broken English reminiscent of Skwisgaar Skwigelf, explains that Finntroll were content to craft their songwriting abilities and technical chops on albums like 1999’s Midnattens Widunder and 2001’s Jaktens Tid. However, as the band’s career progressed through the noughties they began to attract interest from further and further abroad. Their latest album, last year’s epic Nifelvind has especially opened the doors to international performances for the band. When we speak, Finntroll are in the middle of their second American tour, so the setting is apt to ask how intercontinental audiences respond to their brand of extreme music.

“The funny thing is that it seems people get it even better the further we travel. I think that the further our music travels the more exotic it might seem. It’s really interesting to be somewhere like Mexico, for example, and have crowds going crazy for our music, much more than they would in Finland. It’s great to go on tour with this band, because it seems that the further we go away from home, the more enthusiasm we encounter.”
The enthusiasm includes fans singing along to the band’s Swedish lyrics, something that still perplexes Vreth.
“Many times when we play there will be some fans in the front row who sing all the lyrics with us. When I see that I just kind of think to myself ‘what the hell?’ We’ll be singing in Swedish in a place like Texas and there will be people singing along. So that is pretty weird, but really rewarding of course … I’m not sure if they know what they’re singing about but, y’know, they’re still singing along. And watching that is like, ‘wow’.”

Vreth is hoping that Finntroll will be greeted with this type of enthusiasm on their first ever run of Australia shows later this month. “It is very surprising for the band when we can see people who really know our music in spite of the language gap and appreciate the different style we play, and it makes us feel really good up on stage. When we see it we know that this is going to be a good show and give everything we have onstage.”

17 Jun 2011

Katla interview from Sveriges Radio

Link: http://static.sr.se/Laddahem/Podradio/p3_kultur/SR_p3_kultur_100606_7ba7bd.mp3
Date: June 10th 2010.
Translation by WiCkEdRock.

Katla:I like that, sort of like, especially with the style we're doing, one of those screaming, howling ?? style. You can sound sort of like, aah, angry and evil in that language, you can sort of tear at the word in a way.

Reporter:His artist name is Katla. His actual name is Jan Jemsen and he writes the songs for the Finnish folk metal band Finntroll. The group has chosen to sing in Swedish and Jan Jemsen tries to explain why the language is so well suited for the genre.

Katla:Well, words like for example Vidunder are, I think that word is so powerful, it describes it in an entirely different way than if it would say hyrvryät (? Finnish) if I wrote it in Finnish. Then it would sound like Lordi, like, that wouldn't be what we were after at all. If we're going to discuss song titles then I'm really fond of the word "ur" (used in for example URkraft (ancient/extreme power), URåldrig (ancient)), because that word holds such a terrible amount of power.

Reporter:For Jan Jemsen the language choice is partly about the Swedish words, that they sound more ancient, powerful and bewitching/magical. But it's also that the Swedish tone and word length suits the groups' way of singing.

Katla:You can howl and scream better in that language, but if I wanted to sing in Finnish I would like to sing it more with tone, maybe more like a sort of clean vocals instead.

Reporter:Finntroll is a Finnish band that has chosen to sing in Swedish. The first in the genre, folk metal.

(Followed by short bit about a band called Delta Boys)

Reporter:blablabla delta boys did it for their fans, but finntroll did it for completely different reasons. Swedish gave a possibility to hiss, scream and howl in a better way. And the Swedish mythologi and folk music gave the songwriter Jan Jemsen ideas for lyrics.

Katla:Nursery rhyme lyrics inspired me a whole lot, I like that concept that you back in the old days, when you had gone to bed, the parents would sing and maybe they'd warn about these creatures. Those songs or motives have been very interesting.

(followed by the lullaby Trollmor)

Katla:Nowadays when I write a lyrics it's more like, I emanate more from that it's a poem or some sort of "kväde" (another word for poem more associated to ancient nordic times) instead of some kind of nursery rhyme. But for the first two, three records I have a lot of stuff that could be a nursery rhyme, but maybe a little bit more bloody or more naughty version.

Reporter:blablabla the decision to record in Swedish came suddenly in the end of the 90s.

Katla:When we were taping the first tracks someone said that now we're gonna have some lyrics, så they said to me that now I should write something in Swedish. Then we started laughing, what we were doing couldn't be happening, it's gonna become like the muppet show, that. But then when you listened to the whole thing we were set that this sounds different, and well, like you say, it turned out a bit strange the way it happened, and then so strange and personal so we got attached to it. Sometimes it happens that you try a lot of different and then all of the sudden something completely illogical happens and it works really well.

Reporter:The other members of Finntroll only speak Finnish, but can still understand the lyrics that Jan wrote. They had learned Swedish through the obligatory education. Finntroll got an increasingly bigger audience back home in Finland, their first two records sold well. Soon the band started getting e-mails from fans who wanted to thank, not just for the music, but because they had gotten such good Swedish grades from having listened to the lyrics of Finntroll.

Katla:And that was really interesting for me that, even though I didn't mean to we got some other sort of cultural meaning because of that.

Reporter:That sounds really interesting! Because it's really a kind of special vocabulary you're using for your lyrics. It's not really everyday Swedish.

Katla:No no, that's the Trollswedish for you. that's my own Swedish.

Reporter:But I'm also thinking about this with Swedish and Finnish, my perception is that the Finnish population in Finland isn't too keen on Swedish, doesn't want to use Swedish, and it's become a language that's being forced on you. So I'm thinking how was this received, that you were singing in this language that you don't really want to make use of?

Katla:I have to say that it was received better than in, for example, Sweden. I think it's pretty odd, but I was thinking about today that this was, we're always saying that this was like commercial suicide. well, we didn't start off thinking like that but if you're going out to do gigs and the dream was to make a living of it, you didn't expect that part of the gang was going to live off of it today.

Reporter: But it wasn't only in Finland that Finntroll's language choice made an impression. In St.Petersburg lives Alexandro strani, a big finntroll fan since the beginning of the 2000s. And to understand Finntrolls lyrics he decided to learn swedish.

blablabla Svartby interview in English, among other things they talk about the title of their first album "Kom i min kittel", which by many Swedes sounded like "Cum in my cauldron". He was a bit embarassed about that.

Johanna Koljonen: Jan Jemsen that we heard in the Finntroll reportage earlier, he went to the same high school as me, and he used to scare the shit out of us kids as the dungeon master for the Swedish roleplaying game Kult. That was completely irrelevant, but I just wanted to tell that I was studying classical singing around this time, and I had such a near metal experience when he once heard me sing and wondered if I didn't want to be in his new band. Well, I said, why not. During this time we listened a lot to an album by the Norwegian folk metal band Storm that was named Nordanvind. This wasn't the same as the white power band Storm. So I was very excited and almost became member of Finntroll, but then it didn't happen because Nightwish came out with their first album and those classical vocals quickly became a cliché. And it was pretty obvious that I wasn't as good a singer as Tarja Turonen, so I was screwed! But almost, my life could almost have been different.